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"Dossier Heimat - Heimat, was ist das?"

Servus Magazin in Stadt & Land - Ausgabe Oktober 2016

Claudia Rook & Kerstin Hoffmann, Geigenmacherinnen Wien:

"Heimat ist kein fixer Platz, sondern ein Ort, an dem wir uns geborgen fühlen, mit Menschen, die uns wichtig sind.

Ein Ort, der Herz und Seele erwärmt. Heimat sind aber auch Bilder unserer alten Heimat, wie die Weite der Ostsee, aber auch goldene Kornfelder, glasklare Seen, duftende Kiefernwälder. Da ist der wärmende Kachelofen, das Kerzenlicht auf dem Tisch, eine Hand, die Halt gibt. Heimat, das sind die Kohlrouladen, Spreewaldgurken, der Bautz’ner Senf und der Duft von warmem Streuselkuchen."


"Wiener Kunsthandwerk: Kerstin Hoffmann & Claudia Rook"

radio klassik Stephansdom - Ein Bericht von Philipp Jauernik (gesendet am 01. Februar 2016)

„Die perfekte Gesamtkonzeption der Violine ist in allen Bestandteilen ausgereift und es bleibt uns der immer wieder aufregende Weg, diese Konzeption von Instrument zu Instrument neu zu erfassen und mit unseren eigenen Händen in Holz zu formen, um neue und individuelle Instrumente zum Leben zu erwecken.“

 

So beschreiben Claudia Rook und Kerstin Hoffmann ihre Passion. Wir haben uns ein Bild gemacht.


"Meisterinnen des Wohlklangs"

Servus Magazin in Stadt & Land - Ausgabe Jänner 2016

 

 

 

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TV-Beitrag:

OKTO TV - Wie geht das? - Geigenmacherinnen vom 08.05.2012

OKTO TV - Wie geht das? - Geigenmacherinnen
OKTO TV - Wie geht das? - Geigenmacherinnen

Für die Herstellung handgemachter Instrumente braucht man/frau neben handwerklichem Können vor allem eines: Geduld. Der Bau einer Geige nimmt ca. 200 Stunden in Anspruch, der eines Cellos sogar 600. Mit zentimetergroßen Hobeln werden Decke und Boden bearbeitet, in Musterbüchern sind die alten Instrumente in Originalgröße abgebildet und Gipsabdrücke helfen bei der Herstellung der Wölbungen. Kerstin und Claudia erzählen, wie sie zum Beruf der Geigenmacherinnen gekommen sind und was sie nach Wien geführt hat.


"Wie ein Kind zur Welt bringen"

DIE FURCHE - Ausgabe-Nr. 25 vom 22.06.2011 von Doris Helmberger

 

 

 

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Wie in einem lauen Sommerwind

Ö1-Club-Magazin "gehört" vom 02.12.2009 - Claudia Rook und Kerstin Hoffmann

Werkstatt Impression Hoffmann & Rook
Foto: Lukas Beck

Erst vor drei Jahren sind die beiden Geigenmachermeisterinnen von Ostdeutschland nach Österreich gezogen. Schon bald haben sie Ö1 für sich entdeckt. Dass man sich in in Ö1 Zeit nimmt, etwas auch etwas länger zu erklären, schätzen sie besonders.

Wir kommen aus dem Norden Ostdeutschlands, wir sind "Ostkinder". Vor drei Jahren sind wir nach Österreich gezogen. Warum? Weil Wien die Hauptstadt der Musik ist! Wir waren schon seit vielen Jahren Aussteller bei den "Resonanzen" und haben nach einigen Jahren unsere Werkstatt ganz hierher verlegt. Ö1 ist hier der einzige vernünftige Kultursender, ein Sender, der interessante Berichte bringt, und man bekommt, auch wenn man nicht in jedes Konzert geht, mit, was hier aktuell passiert. Das ist für uns auch beruflich wichtig.

Ich bin ein Fan von Berichten aus aller Welt - egal zu welchem Thema, weil man hinausgeführt wird und nicht nur mit Musik zu tun hat.

Wobei wir nicht immer Ö1 hören. Manchmal ist es zu fordernd und wir legen eine CD ein oder hören Radio Wien. Und auch unsere Arbeit ist manchmal vom Kopf her so anspruchsvoll, dass nicht noch Kraft fürs Ö1 Hören übrig ist. Selbst bei Konzerten hören wir anders hin, das plätschert nicht nebenbei. Uns fehlt manchmal die leichtere Seite, dann hören wir eben Popmusik. Es gibt wichtige Zeiten, die ruhig sind, wir müssen nicht immer nur bespielt werden - da sind wir einander recht ähnlich. 

Wir reden natürlich auch über das, was wir hören. Manchmal kommt es vor, dass eine sagt: "Mach doch jetzt einfach mal die Kiste aus ..." Es kommt auch darauf an, wie beansprucht man auch in dem Moment ist. Wenn an einem Tag oft das Telefon klingelt, dann stört manchmal auch das Radio. Vielleicht ist das auch frauentypisch, dass wir nicht viele Sachen nebeneinander machen können.

Am Anfang haben wir hier noch deutsche Kulturradios gehört, aber das funktioniert nicht mehr - beim Fernsehen ist es anders. Wobei: Es ist auch wichtig, dass man sich integriert.

Ich finde die ruhigere, legere Art hier, dass man sich - auch in Ö1 - Zeit nimmt, etwas auch etwas länger zu erklären, angenehm, das mag ich. Die Mentalität hier ist anders als in Deutschland, und daran sind wir hier auch ein bisschen gesundet. Hier ist es - vergleichsweise - wie in einem lauen Sommerwind.


Geigen wie Charlie Chaplin - mit links

Magdeburger Volksstimme vom 10.08.2005 von Sabrina Krug (Auszug)

In Deutschland gibt es 20 bis 30 Millionen Linkshänder. Über das Phänomen Linkshändigkeit gibt es bislang nur wenige erforschte Erkenntnisse. Zum bevorstehenden internationalen Weltlinkshändertag am 13. August macht derzeit Linkshänderberaterin Carola Lange auf die Probleme der "Lefties" aufmerksam.

Magdeburg. Der 11-jährige Martin Türpe aus Magdeburg hält seine Violine stolz in die Kamera. Denn seine Violine ist ein ganz besonderes Einzelstück. Sie wurde speziell für ihn angefertigt. Denn der Sechsklässler ist Linkshänder, spielt sein Streichinstrument mit links. Geigenbaumeisterin Claudia Rook (33) hat sie extra für ihn auf links gekrempelt. "Schon Charlie Chaplin hat als Linkshänder auf der Geige gespielt", sagt die Diplomcellistin. Für den Umbau habe sie 25 Stunden gebraucht. "An ihr ist alles spiegelverkehrt, das Innenleben sowie das Aussenleben", erklärt sie. So seien die Saiten, der Kinnhalter und die Wirbel anders angeordnet. "Ausserdem hat Martin noch eine spezielle Schulterstütze bekommen." ...


Nachgehakt ...bei Claudia Rook und Kerstin Hoffmann

Norddeutsches Handwerk 26.09.2002 (von lo) 

Im September 1999 gründeten die beiden Geigenbaumeisterinnen ihre eigene Werkstatt in Magdeburg. Wie das Norddeutsche Handwerk berichtete, erhielten sie im vergangenen Jahr den Existenzgründerinnen-Preis vom „Wirtschaftsspiegel Sachsen-Anhalt“. 

„Wer glaubt, als Geigenbauer baut man die meiste Zeit des Tages Geigen, der irrt sich“, sagt Claudia Rook. Mindestens ein Drittel ihres Arbeitsalltags benötige sie für die Erledigung von Organisatorischem: „Anfangs war ich schon überrascht, wie viel Zeit diese Dinge in Anspruch nehmen“, berichtet die Geigenbaumeisterin. Zusätzlich zu ihrer handwerklichen Tätigkeit hat sie im Betrieb die Rolle der „Schreibtischtäterin“ übernommen. Zum Glück habe sie an den organisatorischen Aufgaben ebenfalls Spaß. „Und mit der Buchhaltung komme ich auch ganz gut zurecht“, sagt Rook. 

Noch immer sind Hoffmann & Rook in Sachsen-Anhalts Hauptstadt die einzige Werkstatt für Geigenbau. Doch das allein erklärt noch nicht, weshalb sich die beiden Frauen derart erfolgreich am Markt behaupten, dass sie jetzt sogar über eine Erweiterung ihres Betriebes nachdenken. „Zum einen spricht für uns sicherlich die Qualität unserer Ware“, vermutet Kerstin Hoffmann. „Zum anderen nehmen wir jeden Kunden ernst – egal ob er für 15 Euro eine neue Geigensaite kauft oder aber ein Instrument für viele tausend Euro. Und das spüren die Leute“. 

Den größten Teil ihres Umsatzes erzielen Hoffmann & Rook mit der Reparatur von Instrumenten. Der Bau von Streichinstrumenten macht rund ein Drittel ihres Umsatzes aus. Ein weiteres Standbein der Werkstatt ist der Nachbau von historischen Instrumenten – von Musikinstrumenten also, die in einem heutigen Streichorchester keine Verwendung mehr finden, bei Freunden Alter Musik aber sehr gefragt sind. Ab und an präsentieren sie diese Instrumente auch bei Musikfestivals. „Dort trifft sich ein interessiertes Fachpublikum, so dass wir dort immer einige Kunden gewinnen“, erklärt Rook.


Ein Geschäft mit Musik – Die Erfolgsgeschichte von zwei Geigenbauerinnen

Magdeburger Volksstimme 03.07.2002 (von Jan Kuhlmann) 

Es ist eine ostdeutsche Erfolgsgeschichte in einem Bundesland mit sonst nur wenig guten Meldungen: Vor etwa drei Jahren gründeten die beiden Geigenbauerinnen Kerstin Hoffmann (36) und Claudia Rook (30) ihren Meisterbetrieb in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg. Sie fingen an mit einem Kredit von der Hausbank und der Hoffnung, in einer Marktlücke mit ihrem seltenen Handwerk Geld zu verdienen. Heute haben sie eine lange Auftragsliste und mehrere hundert Kunden in ganz Deutschland, Japan und den USA. 

Ihre Werkstatt haben die beiden im ersten Stock eines Magdeburger Altbaus eingerichtet. Der Boden ist gefegt und aufgeräumt, als hätte gerade eine Putzkolonne ihre Arbeit beendet. Nur an einer Stelle sind Holzspäne auf das Laminat gefallen. Die Geigen hängen oben an der Wand, das Werkzeug liegt aufgereiht und sortiert auf den Tischen.

Geigenbau ist eine Mischung aus Handwerk und Kunst. „Unser Beruf ist zu vergleichen mit der Bildhauerei und der Malerei“, sagt Hoffmann. Eine gute Violine entsteht in reiner Handarbeit. Rund 150 Arbeitsschritte sind es, bevor aus Ahorn, Fichte und Ebenholz eine lackierte Geige geworden ist. Mehrere tausend Euro müssen Musiker dafür auf den Tisch legen. „Geigenbau ist eine Wissenschaft für sich“, sagt Rook. 

Wenn Rook über den Betrieb der beiden Geigenbauerinnen redet, dann spricht auch die Geschäftsfrau. „Ich kann nicht nur die Künstlerin sein“, sagt sie. „Ich muss auf dem Teppich bleiben und wissen, was die Kunden zufrieden stellt.“ 

Hinter sich haben die beiden eine lange Ausbildung. Hoffmann schaute schon als Kind einem alten Geigenbauer über die Schulter. Rook ist eine ausgebildete Orchester-Cellistin. Beide lernten ihren Beruf in Markneukirchen im Vogtland (Sachsen), dem Zentrum des ostdeutschen Geigenbaus. Beide studierten später Geigenbau an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Bevor sie sich in Magdeburg niederließen, zog es sie in die USA und nach Holland. 

Selbst die schlechten Wirtschaftsdaten der vergangenen Jahre konnten nicht verhindern, dass das Geschäft wuchs: Wer Geigen baut ist unabhängig von der Konjunktur, denn Musiker sparen nur selten an ihrem Instrument. „Unseren Kunden ist es wichtig, dass sie oder ihre Kinder auf einer guten Geige spielen“, sagt Rook. 

Deswegen planen die beiden weitere Schritte. Weil die Werkstatt zu klein geworden ist, möchten sie umziehen und Mitarbeiter einstellen. Rook denkt noch weiter: „Wir können uns auch vorstellen, Filialen in anderen Städten zu eröffnen.“

Hier finden Sie uns:

Ziegelofengasse 6/Top 11-12

A-1040 Wien

Österreich

Tel.: +43-1-966 1756

Termine nur nach vorheriger Vereinbarung

 

Termine sind in der Regel zu folgenden Geschäftszeiten möglich:

Dienstag bis Freitag 10-12 Uhr und 15-18 Uhr

 

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter:

Tel.: +43-1-966 1756

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